Magersucht bis zum Nierenversagen: Rikas Geschichte über Anorexie, Diäten, Sport und den Kampf mit dem eigenen Körper

Magersucht bis zum Nierenversagen – mit diesen Worten beschreibt Rika in unserer Podcastfolge, wie lebensbedrohlich ihre Essstörung wurde. Sie erzählt von einer Kindheit, in der vieles unsicher war, von Scham rund um ihren Körper, von Diäten, exzessivem Sport, Abführmitteln und Entwässerungstabletten. Und sie erzählt davon, wie sie irgendwann auf der Intensivstation landete.

Diese Folge ist intensiv. Sie berührt Themen wie Anorexie, sexuellen Missbrauch, familiäre Belastungen, Suizidgedanken, Klinikaufenthalte, Medikamentenmissbrauch und akute körperliche Gefahr.

Auf einen Blick

  • Rika berichtet, wie sich ihre Essstörung über Jahre entwickelte und lange nicht als solche für sie erkennbar war.
  • In ihrer Geschichte spielen Diäten, Leistungssport, Abführmittel, Entwässerungstabletten und ein immer stärkerer Wunsch nach Kontrolle eine zentrale Rolle.
  • Die Folge zeigt, wie eng Scham, familiäre Erfahrungen, Körperbild, Sport und Magersucht miteinander verbunden sein können.

Wer ist Rika?

Zu Beginn der Folge stellt sich Rika mit einem Satz vor, der sofort deutlich macht, wie ernst ihre Geschichte ist: Sie sei aufgrund ihrer Anorexie und eines darauffolgenden Nierenversagens fast gestorben.

Im Gespräch mit Charlotte und Sania erzählt sie Schritt für Schritt, wie es dazu kam. Dabei beginnt ihre Geschichte nicht erst bei der Essstörung, sondern viel früher: in ihrer Kindheit, in ihrer Familie und in einem Umfeld, in dem sie sich oft allein fühlte.

Rika wuchs mit drei Brüdern, ihrer Mutter und ihrem Vater auf. Ihre Mutter arbeitete viel, weil sie nach Rikas Schilderung diejenige war, die Geld nach Hause brachte. Ihr Vater war zwar zu Hause, kümmerte sich aber kaum um die Kinder. Rika beschreibt, dass sie ihn häufig nur sah, wenn sie ihm Kaffee oder ein Brötchen bringen sollte.

Sie erzählt auch, dass sie schon früh sehr selbstständig sein musste. Mit fünf Jahren ging sie allein in den Kindergarten. In der Grundschule frühstückte sie häufig bei einer Freundin, weil deren Mutter irgendwann sagte, sie könne nicht ohne Frühstück in die Schule gehen.

Regelmäßige Mahlzeiten, gemeinsames Essen oder eine verlässliche Struktur kannte Rika aus ihrer Kindheit kaum. Sie beschreibt, dass es zu Hause kein festes Frühstück, Mittagessen oder Abendessen gab. Jede Person sei irgendwie für sich selbst verantwortlich gewesen.

Eine Kindheit mit Angst, Scham und fehlender Sicherheit

Rika beschreibt ihre Kindheit als belastend. Zu ihrer Mutter habe sie lange kaum eine enge Bindung gehabt, weil diese so viel arbeitete. Zu ihrem Vater sei das Verhältnis angstbehaftet gewesen. Sie erzählt von Situationen, in denen er mit Schuhen nach den Kindern warf, und von einem Vorfall, bei dem er einen ihrer Brüder würgte.

Auf die Frage, ob Liebe und Vertrauen etwas waren, das sie aus ihrer Kindheit kannte, antwortet Rika: „Nee, nicht unbedingt.“

Ein weiterer schwerer Teil ihrer Geschichte ist der sexuelle Missbrauch durch einen ihrer Brüder. Rika erzählt, dass sie lange nicht richtig einordnen konnte, was passiert war. Als Kind habe sie zwar ein Gefühl gehabt, dass etwas nicht richtig sei, aber sie habe nicht verstanden, dass es nicht normal war. In der Jugend habe sie vieles verdrängt.

Erst viel später, unter anderem durch Therapie und Klinikaufenthalte, begann sie, diese Erfahrungen einzuordnen. Sie berichtet, dass ein späterer Vorfall mit einem fremden Mann alte Erinnerungen und Ängste wieder auslöste. Auch Angst vor Männern und Schwierigkeiten in Situationen des Alleinseins mit Männern beschreibt sie im Gespräch.

Diese Erfahrungen werden in der Folge nicht als einfache Erklärung für alles dargestellt. Aber sie sind ein wichtiger Teil von Rikas Geschichte und davon, wie sich ihr Verhältnis zu sich selbst, zu Sicherheit, Kontrolle und zum eigenen Körper entwickelte.

Essen war lange kein sicherer Ort

Im Gespräch wird deutlich, dass Essen in Rikas Leben schon früh mit Unsicherheit verbunden war. Sie erzählt, dass es zu Hause keine regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten gab. Oft war unklar, was gegessen wurde oder ob überhaupt etwas vorbereitet war.

Eine Szene blieb ihr besonders im Gedächtnis: Sie hatte sich für die Schule ein Brot geschmiert, biss hinein und merkte, dass es komisch schmeckte. Dann sah sie, dass die Fleischwurst verschimmelt war.

Solche Erinnerungen zeigen, dass Essen für Rika nicht selbstverständlich mit Fürsorge, Wärme oder Sicherheit verbunden war. Später veränderte sich ihr Essverhalten immer stärker. In der elften Klasse begann sie mit Diäten. Sie nennt unter anderem ketogene Ernährung, Trinkmahlzeiten, 16:8 und „FDH“, also „friss die Hälfte“.

Sie sagt selbst, dass sie durch unregelmäßiges Essen und auch durch Veranlagung schon immer schwerer gewesen sei. Gleichzeitig machte sie Leistungssport. Mit fünf Jahren begann sie mit Taekwondo.

Wenn Gewicht immer wieder Thema ist

In Rikas Geschichte spielt Scham eine große Rolle. Sie erzählt von Situationen in ihrer Familie, in denen ihr Körper kommentiert wurde. Besonders schlimm war für sie Weihnachten bei ihrer Oma. Dort seien ihr Kleidungsstücke ihrer Tante gegeben worden, mit der Aufforderung, sie anzuprobieren. Dazu sei gesagt worden, dass ihr diese Kleidung passe, weil sie „pummelig genug“ sei.

Rika beschreibt, dass sie sich dabei vorgeführt fühlte – vor Familie, Cousins, Onkeln und anderen Anwesenden. Auch ihre Oma habe ihre Figur kommentiert und ihr gesagt, sie solle mehr Sport machen oder weniger essen.

Im Taekwondo wurde Gewicht ebenfalls früh Thema. Rika erklärt, dass es sich um eine Gewichtsklassensportart handelt. Sie fühlte sich oft unpassend eingeordnet, weil Gegnerinnen größer waren als sie. Nach ihrer Schilderung ging es in ihrem damaligen Verein stark um Gewicht. Sie erzählt sogar, dass ihr damaliger Trainer ihr bereits im Kindesalter Diäten empfohlen habe.

So entstand über Jahre ein Umfeld, in dem ihr Körper immer wieder bewertet wurde. Rika beschreibt als Gefühl vor allem eines: Scham.

Der Auszug und der Beginn einer lauteren Essstörung

Mit 18 zog Rika aus. Ihre Mutter hatte ihr gesagt, dass sie ausziehen solle. Für Rika war das emotional sehr belastend. Sie beschreibt eine Mischung aus Wut, Enttäuschung, Traurigkeit und dem Gefühl, nicht mehr wichtig zu sein.

Schon vor dem Auszug hatte es Phasen gegeben, in denen sie tagelang nichts aß. Menschen in ihrem Umfeld bemerkten das manchmal, dann aß sie wieder. Doch als sie allein wohnte, wurde die Essstörung lauter.

Rika beschreibt den Moment in ihrer eigenen Küche sehr eindrücklich. Sie stand dort und dachte: „Mein Reich, meine Regeln.“ Damit begann eine Zeit, in der sie sich selbst immer stärker verbot, Lebensmittel zu Hause zu haben.

Trotzdem war ihr lange nicht bewusst, dass sie eine Essstörung hatte. Sie sagt, sie habe gedacht: Alle anderen auf der Welt vielleicht, aber nicht sie. Denn sie verband Essstörungen selbst mit starkem Untergewicht. Da sie zu Beginn nicht untergewichtig war, erkannte sie die Gefahr nicht.

Diäten, Sport und der Wunsch, immer weiter abzunehmen

Rika begann, stark abzunehmen. Sie erzählt, dass sie mit etwa 96 Kilo startete und nach ungefähr einem halben Jahr bei etwa 60 Kilo war. Bei einer Körpergröße von 1,66 Meter war das eine erhebliche Veränderung.

Ihr Umfeld reagierte zunächst mit Komplimenten. Menschen sagten ihr, sie sehe schön aus, sie strahle, sie habe toll abgenommen. Rika beschreibt, dass sie das enorm gepusht habe. Für sie war dadurch klar: Sie musste weitermachen.

Auch ihr Sport wurde intensiver. Sie ging häufiger zum Training, nahm weite Strecken auf sich und bewegte sich auch bei der Arbeit zusätzlich. Sie lief extra Wege in der Filiale, achtete auf Bewegung und verband freie Tage mit Training, Spaziergängen und Sport.

Gleichzeitig zeigten sich körperliche Warnzeichen. Rika erzählt von stärkeren Asthmaanfällen, Haarausfall, ausbleibender Periode, Schwindelattacken, Übelkeit und Kreislaufproblemen. Im Training wurde ihr schwarz vor Augen, ihr war oft schlecht, und ihr Trainer sprach sie wiederholt auf ihren Zustand an.

Einmal maß sie während des Trainings ihren Blutzucker. Der Wert war sehr niedrig. Trotzdem wollte sie weitertrainieren. Erst durch ihren Trainer und eine Trainingspartnerin wurde sie gestoppt.

Der erste Klinikaufenthalt

Der erste Klinikaufenthalt kam nach einem Moment, in dem Rika selbst nicht mehr konnte. Nach einem Training hatte sie einen Apfel gegessen. Für Außenstehende mag das klein wirken. Für Rika fühlte es sich wie ein Regelbruch an. Sie war wütend auf sich und hatte das Gefühl, nicht durchgehalten zu haben.

Danach nahm sie eine große Menge Abführmittel und hing über der Toilette. Sie rief ihre Mutter an und sagte, sie könne nicht mehr. Ihre Mutter kam und brachte sie in die Klinik.

Dort verharmloste Rika ihre Situation zunächst. Sie sagte, sie habe „ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Essen“. Erst als ihre Mutter den Satz wiederholte, den Rika zuvor gesagt hatte, dass sie es keine drei Tage mehr aushalten würde, wenn nichts passiere –, wurde entschieden, sie dortzubehalten.

Rika kam auf eine geschützte Station. Dort aß sie zunächst weiterhin nicht. Erst Mitpatientinnen und Mitpatienten machten das Personal darauf aufmerksam, dass sie seit zwei Wochen nicht zu den Mahlzeiten ging.

Daraufhin bekam sie einen Vertrag. Darin ging es unter anderem darum, dass sie essen, nicht weiter abnehmen und bestimmte Bewegungsmuster nicht ausleben sollte. Rika beschreibt, dass sie dadurch zum ersten Mal stärker spürte, dass etwas nicht stimmte. Gleichzeitig fühlte es sich für sie nicht wie eine Erlaubnis zu essen an, sondern wie Zwang.

Nach sechs bis acht Wochen wurde sie entlassen. Innerlich, sagt sie, habe sich kaum etwas verändert. Sie habe in der Klinik gegessen, aber im Kopf sei die Essstörung geblieben.

Weitere Krisen und eine Diagnose, die sie nicht verstand

Nach der Entlassung wurde es zu Hause chaotisch. Rika erzählt von starken Suizidgedanken und einem Suizidversuch. Danach kam sie wieder auf dieselbe Station.

Dort wurde ihr, wie sie sagt, zwischen Tür und Angel mitgeteilt, sie habe Borderline. Sie erzählt, dass ihr nicht richtig erklärt wurde, was das bedeutet. Als sie selbst darüber las, erkannte sie sich nur in Teilen wieder. Manche Aspekte, die sie mit Borderline verband, passten für sie nicht.

Später kam sie auf eine Borderline-Station. Dort bekam sie Medikamente. Rika berichtet, dass ein Stimmungsaufheller ihren Stoffwechsel beeinflusst und Heißhunger begünstigt habe. Gleichzeitig sei ihr gesagt worden, sie solle sich nicht auf die Essstörung konzentrieren, sondern auf Borderline.

In dieser Zeit bekam sie starke Essanfälle und nahm wieder deutlich zu. Sie beschreibt, dass sie von etwa 60 Kilo wieder bis kurz vor 100 Kilo kam. Anfangs realisierte sie das kaum. Später bemerkte sie, dass ihre Kleidung nicht mehr passte. Besonders im Training fühlte sie sich dadurch sehr unwohl.

Die Essstörung kommt stärker zurück

Als Rika wieder im Alltag war, wurde die Essstörung nach ihrer Schilderung stärker als zuvor. Sie arbeitete, durfte wieder mehr trainieren, war im Fitnessstudio angemeldet und machte täglich Sport. Sie achtete stark auf ihre Schrittzahl und setzte sich zum Ziel, mindestens 20.000 Schritte am Tag zu schaffen.

Als sie erfuhr, dass ihre Medikamente aus ihrer Sicht mit den Essanfällen und dem Stoffwechsel zusammenhingen, setzte sie diese sofort ab. Danach begann sie wieder, sich Essen zu verbieten.

Zusätzlich zu Hungern und extremem Sport kamen weitere Mittel hinzu. Rika erzählt, dass sie in einer WhatsApp-Gruppe landete, in der andere Mädchen waren, die ebenfalls anorektisch waren und abnehmen wollten. Als ihr Körper irgendwann nicht weiter abnahm, griff sie zu Abführmitteln und später zu Entwässerungstabletten.

Sie beschreibt, dass sie nach der Einnahme von Entwässerungstabletten auf der Waage weniger Gewicht sah. Das verstärkte den Wunsch, diese weiterzunehmen.

Später reduzierte sie auch ihre Trinkmenge. Sie erzählt, dass sie zeitweise nur noch etwa 200 Milliliter am Tag trank. Rückblickend sieht sie auf Fotos, wie sehr sich ihr Körper veränderte. Ihr Gesicht sei eingefallen gewesen, ihre Haut habe schlecht ausgesehen, sie habe viel älter gewirkt.

Der Zusammenbruch auf dem Badezimmerboden

Ein besonders drastischer Moment in Rikas Geschichte ist der Zusammenbruch zu Hause. Sie hatte eine sehr große Menge Abführmittel genommen und dazu Entwässerungstabletten. Dann lag sie krampfend und zusammengekauert auf dem Badezimmerboden.

Sie beschreibt, dass ihr ganzer Körper wehgetan habe. Es habe sich angefühlt, als würden Stromschläge durch ihren Körper fließen. Ihre Hände waren so verkrampft, dass sie sie nicht mehr öffnen konnte. Sie konnte nur noch nach ihrer Mutter schreien.

Ihre beste Freundin rief Rikas Mutter an. Diese sagte, sie solle sofort einen Krankenwagen rufen. Als der Rettungsdienst kam und hörte, was Rika genommen hatte und in welchen Mengen, wurde sie direkt ins Krankenhaus gebracht.

Rika kam auf die Intensivstation. Sie berichtet von einer kompletten Elektrolytvergleisung und einem extrem niedrigen Kaliumwert. Nach zwei Nächten wurde sie auf die Normalstation verlegt. Dort wollte sie wieder nach Hause. Als der Arzt sie nicht gehen lassen wollte, packte sie ihre Sachen und ging einfach.

Akutes Nierenversagen und der Moment, in dem die Gefahr real wurde

Später meldete sich Rika in einer Klinik für Essstörungen an. Zwischen Krankenhausaufenthalt und Klinikaufnahme lagen ungefähr ein Monat.

In der Klinik merkte sie schnell, dass dort vieles eigenverantwortlich lief. Essen und Portionen sollten die Patientinnen und Patienten selbst übernehmen. Für Rika war das einerseits irritierend, andererseits freute sich die Essstörung darüber.

Nach einer Blutabnahme wurde sie jedoch am nächsten Morgen dringend zur Ärztin gerufen. Sie war zu diesem Zeitpunkt im Park gewesen und hatte ihre 20.000 Schritte gemacht. Ein Pfleger kam aufgewühlt zu ihr und sagte, sie müsse sofort zur Ärztin.

Dort wurde ihr gesagt, dass bereits ein Krankenwagen gerufen worden war. Sie müsse ins Krankenhaus. Rika wollte zunächst nicht. Später sagten Ärztinnen im Krankenhaus zu ihr, dass sie sich ziemlich sicher seien, dass sie den nächsten Morgen nicht erleben werde, wenn sie nicht bleibe.

Der Grund war laut Rikas Erzählung akutes Nierenversagen in einem sehr hohen Stadium. Außerdem sei ihr Kaliumwert so niedrig gewesen, dass ihr Herz schon lange hätte aufhören können zu schlagen.

Rika beschreibt diesen Moment als den Moment, in dem sie zum ersten Mal wirklich begriff, wie gefährlich ihr Verhalten geworden war.

Warum diese Folge so wichtig ist

Rikas Geschichte zeigt, wie schleichend eine Essstörung entstehen kann. Sie zeigt auch, wie lange Betroffene selbst glauben können, dass es „nicht so schlimm“ sei oder dass sie keine Hilfe brauchen.

In Rikas Fall kamen viele Dinge zusammen: eine belastete Kindheit, fehlende Sicherheit, Scham, frühe Körperkommentare, Leistungssport, Diäten, Komplimente für Gewichtsverlust, der Wunsch nach Kontrolle, Klinikaufenthalte, Medikamente, Rückfälle, Abführmittel und Entwässerungstabletten.

Die Folge macht sichtbar, dass Magersucht nicht nur aus „nicht essen“ besteht. Bei Rika war die Essstörung mit vielen Regeln, Ängsten und innerem Druck verbunden. Selbst körperliche Warnzeichen hielten sie lange nicht auf.

Gerade deshalb ist ihre Geschichte so wertvoll. Sie spricht offen über Dinge, über die viele Menschen schweigen. Nicht, um zu schockieren, sondern um sichtbar zu machen, was hinter einer Essstörung stehen kann.

Die Podcastfolge mit Rika ansehen oder anhören

In der vollständigen Folge erzählt Rika ihre Geschichte ausführlich im Gespräch mit Charlotte und Sania. Es geht um ihre Kindheit, ihre Familie, sexuellen Missbrauch, Scham, Sport, Diäten, Anorexie, Abführmittel, Entwässerungstabletten, Klinikaufenthalte und den Moment, in dem ihr Körper lebensbedrohlich versagte.

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Fazit: Rikas Geschichte bleibt im Kopf

Rikas Geschichte ist schwer, ehrlich und sehr berührend. Sie zeigt, wie tief eine Essstörung in das Leben eines Menschen eingreifen kann. Sie zeigt auch, wie viel hinter Magersucht stehen kann: Scham, Kontrolle, alte Verletzungen, Leistungsdruck, Körperbilder und das Gefühl, mit sich selbst nicht sicher zu sein.

Am Ende bleibt vor allem eines: Rika hat überlebt. Und sie spricht darüber. Damit gibt sie anderen Menschen die Möglichkeit, sich gesehen zu fühlen. Vielleicht auch dann, wenn sie selbst noch nicht die Worte für das haben, was in ihnen passiert.