Wohnungsbrand mit 3, Heim, Drogen, Alkohol und kalter Entzug: Torstens Geschichte über Narben, Suche nach Halt und den Wunsch, gesehen zu werden

Wohnungsbrand mit drei Jahren, Heim, Drogen, Alkohol und kalter Entzug, mit diesen Worten lässt sich Torstens Geschichte nur grob umreißen. In unserer Podcastfolge erzählt er, wie der Wohnungsbrand seine Kindheit veränderte, wie er in Jugendhilfeeinrichtungen aufwuchs, wie er früh mit Drogen in Kontakt kam und wie sehr ihn bis heute die Blicke anderer Menschen belasten.

Diese Folge berührt Themen wie Wohnungsbrand, sichtbare Narben, Kindheit in Jugendhilfeeinrichtungen, fehlende Zugehörigkeit, Drogenkonsum, Crystal Meth, Alkohol, kalter Entzug, psychische Belastung, Scham, gesellschaftliche Blicke, Selbstbewusstsein und den Wunsch nach einem eigenen Leben.

Auf einen Blick

  • Torsten berichtet, wie er als Kind einen Wohnungsbrand überlebte und heute mit sichtbaren und unsichtbaren Folgen lebt.
  • In seiner Geschichte spielen Jugendhilfe, WG, Internat, fehlende Bezugspersonen, Drogen, Alkohol und der Wunsch nach einem Zuhause eine zentrale Rolle.
  • Die Folge zeigt, wie stark gesellschaftliche Blicke und Kommentare einen Menschen prägen können und wie viel Mut es kostet, sich trotzdem zu zeigen.

Wer ist Torsten?

Zu Beginn der Folge stellt sich Torsten mit einem Satz vor, der den Kern seiner Geschichte deutlich macht: Er hat einen Wohnungsbrand überlebt und kämpft heute mit den Folgen.

Torsten war drei Jahre alt, als der Brand passierte. An den Wohnungsbrand selbst hat er keine klare Erinnerung. Er sagt, dass er erst später in seinem Leben einfach aufgewacht sei und das dann seine Realität war.

Er wuchs mit den Folgen des Brandes auf. Mit sichtbaren Spuren am Körper. Mit Fragen zu dem, was passiert war. Und mit einem Leben, das sich schon früh anders anfühlte als das vieler anderer Kinder.

Seine Schwester Torina war bereits im Podcast zu Gast. Torsten sagt, dass sie sich häufiger öffentlich zeigt, während er eher im Schatten geblieben ist. Mit dieser Folge möchte er sich selbst zeigen. Auch, um seinem eigenen Selbstbewusstsein etwas zurückzugeben.

Keine Erinnerung an den Brand, aber ein Leben mit den Folgen

Torsten erinnert sich nicht an den Moment des Wohnungsbrands. Er war zu klein. Die Geschichte kennt er durch Erzählungen seiner Schwester und seiner Mutter.

Er sagt, dass er ungefähr mit sechs Jahren in Leipzig aufgewacht sei und das dann einfach sein Leben war. Er stand auf wie ein normaler Junge, hatte aber keine richtigen Erinnerungen an die Zeit davor.

Das ist ein wichtiger Punkt in seiner Geschichte.

Torsten erzählt nicht aus der Perspektive eines Menschen, der den Brand bewusst erinnert. Er erzählt aus der Perspektive eines Menschen, der mit den Folgen aufwuchs, ohne den Ursprung selbst greifen zu können.

Für ihn wurde das, was andere als einschneidendes Ereignis beschreiben, zu einer Realität, in die er hineingewachsen ist.

Die Jugendzeit als schwerster Abschnitt

Torsten sagt, dass vor allem seine Jugendzeit wichtig ist, um seine Geschichte zu verstehen. Es war die Zeit, in der er sich selbst nicht richtig fand.

Mit neun Jahren kam er in eine Jugendeinrichtung, ein Internat, das zu seiner damaligen Schule gehörte. Dort lebte er vier Jahre lang. Später kam er in eine andere Jugendhilfeeinrichtung, weil es in der ersten nicht mehr funktionierte.

Torsten beschreibt, dass es mit zunehmendem Alter schwerer wurde. Die Pubertät begann. Liebe wurde ein Thema. Und genau da verlor er nach eigener Beschreibung ein Stück weit die Kontrolle darüber, wie es weitergehen sollte.

Er verliebte sich in ein Mädchen. Diese Liebe wurde nicht erwidert. Für Außenstehende klingt das nach einer normalen Erfahrung in diesem Alter. Für Torsten war es mehr.

Er sagt, dass er eine Bezugsperson gesucht hatte. Jemanden, mit dem er alles teilen kann. Jemanden, der da ist. Die Ablehnung traf ihn deshalb besonders hart.

Wenn Ablehnung alte Lücken trifft

Torsten beschreibt, dass die Ablehnung mit zwölf Jahren sehr direkt kam.

Er hörte Sätze wie, dass er hässlich sei oder nicht geliebt werde.

Für Torsten war das ein Schlag ins Gesicht. Er dachte, er verstehe sich gut mit diesem Mädchen. Gleichzeitig suchte er in ihr offenbar etwas, das ihm schon lange fehlte: Nähe, Halt und eine feste Bezugsperson.

Diese Ablehnung war für ihn nicht nur Liebeskummer. Sie wurde zu einem Auslöser für einen tieferen Absturz.

Kurz danach lernte er Menschen kennen, die ihn in eine andere Richtung zogen.

Der Einstieg in Drogen mit 13

Torsten erzählt, dass er mit zwölf oder 13 Jahren anfing, Zigaretten zu rauchen. Dann kam Cannabis dazu. Später, mit etwa 15, nahm er zum ersten Mal MDMA.

Er berichtet auch von Drogen aus dem Darknet, bei denen Heroin enthalten gewesen sei. Das habe ihn wachgerüttelt. Später kamen Crystal Meth und Kokain hinzu.

Die erste Droge konsumierte er mit etwa 13 Jahren.

In der WG fiel das natürlich auf. Torsten beschreibt, dass man merkt, wenn jemand mit roten Augen zurückkommt oder plötzlich anders wirkt. Trotzdem lief der Konsum weiter. Anfangs am Wochenende, später immer stärker.

Crystal Meth zog ihn nach eigener Aussage komplett raus. Vor seiner Abschlussprüfung in Geografie konsumierte er es zum ersten Mal richtig. Danach war er nicht mehr regelmäßig in der WG, nicht mehr regelmäßig in der Schule und bekam seinen Abschluss nicht.

Torsten sagt selbst, dass er sich damit seine Zukunft ein Stück weit verbaut hat.

Drogen als Ausweg aus der Realität

Charlotte fragt Torsten, was ihm die Drogen gegeben haben.

Er sagt, dass es anfangs der Rausch war. Beim Liebeskummer ging es darum, abzuschalten. Später fühlte er sich durch härtere Drogen glücklich.

Für ein paar Stunden war der Konsum sein Ausweg. Ein Weg raus aus der Realität.

Torsten beschreibt, dass falsche Freunde für ihn auch zu Bezugspersonen wurden. Er wollte dazugehören. Cool sein. Mitmachen. In seiner Freundesgruppe gab es Menschen, zu denen er aufschaute.

Ein Freund, der ihm damals sehr nah war, stieg irgendwann selbst aus dem Konsum aus. Rückblickend glaubt Torsten, dass auch dieser Freund ihm ein Stück weit aus der Sucht herausgeholfen hat.

Heim, WG und das Gefühl, nicht richtig zu Hause zu sein

Ein wichtiger Teil von Torstens Geschichte ist die Frage, warum er Bezugspersonen so stark im Außen gesucht hat.

Er sagt, dass die Jahre im Internat und in der WG entscheidend waren. Er war über viele Jahre nicht richtig zu Hause. Er hatte Beurlaubungstage, meist alle zwei Wochen am Wochenende. Aber er lebte nicht dauerhaft bei seiner Familie.

Dadurch fühlte sich die Familie irgendwann vertraut und fremd zugleich an.

Torsten wusste, dass es seine Familie ist. Aber der Alltag fand woanders statt. In der WG. Im Internat. Mit Betreuern. Mit Regeln. Mit anderen Jugendlichen.

Er sagt, dass die WG sich in dem Moment wie Zuhause anfühlte, weil er dort die meiste Zeit war. Gleichzeitig war es nicht das Zuhause, das er eigentlich wollte.

Er wäre gerne bei seiner Familie gewesen. Und er sagt, dass sie darum gekämpft haben, dass er nach Hause kommt. Es klappte lange nicht.

Warum Torsten in die Jugendhilfe kam

Torsten erzählt, dass ihm damals gesagt wurde, er sei wegen offener Wunden in die Jugendhilfe gekommen. Diese Wunden seien nicht richtig zugegangen.

Er selbst glaubt, dass es eher um blaue Flecken ging.

Ein Lehrer hatte die blauen Flecken gesehen und ihn angesprochen. Torsten sagte damals, er sei zu Hause gegen eine Ecke am Bett gelaufen. Heute sagt er, dass das nicht stimmte. Er wollte niemanden in ein schlechtes Licht rücken.

Nach solchen Vorfällen kam das Jugendamt ins Spiel.

Torsten selbst verbindet seine Unterbringung nicht nur mit den offenen Wunden, sondern auch mit diesen blauen Flecken. Sicher einordnen kann er es aus seiner Erinnerung nicht vollständig.

Endlich zurück nach Hause und der kalte Entzug

Mit 17 veränderte sich etwas.

Nachdem Torsten seinen Abschluss nicht geschafft hatte, sagte die WG zu ihm, sie sei nicht sein Hotel. Er musste gehen. Die Wahl stand im Raum: Straße oder zurück zur Mutter.

Seine Mutter sagte, sie lasse ihn nicht auf der Straße. Er dürfe nach Hause kommen. Aber bei ihr gebe es keine Drogen.

Torsten nahm das an.

Er sagt, dass er einen kalten Entzug allein machte. Es war hart. Aber nach Hause zu kommen war für ihn eine Befreiung. Es war das, was er sich über Jahre gewünscht hatte.

Als er endlich seine Sachen nehmen und nach Hause fahren konnte, war das für ihn eines der schönsten Gefühle seines Lebens. Er wusste: Er muss sonntags nicht mehr zurück in die WG.

Er fühlte sich freier.

Die Suche nach Ersatz: Zocken und Alkohol

Als Torsten wieder zu Hause lebte, wurde das Zocken zu seiner Ersatzdroge.

Er spielte schon vorher PlayStation. Aber zu Hause wurde es zu einem festen Teil seines Alltags. Er beschreibt seine Routine als zocken, schlafen, essen.

Später, mit 18, kam Alkohol dazu.

Torsten spricht offen über seinen Alkoholkonsum. Er erzählt von Wodka, Whisky, Krankenhausaufenthalten, Polizeieinsätzen und davon, dass er einmal ans Krankenhausbett gefesselt wurde, weil er unter Alkohol aggressiv gewesen sei.

Bei einem Vorfall schnitt er sich die Beugesehne auf, als ein Whiskyglas in seiner Hand zerbrach.

Seitdem beschränkt er sich nach eigener Aussage auf Bier. Er sagt, dass er Fortschritte macht.

Alkohol als Mittel zum Abschalten

Charlotte fragt Torsten, was ihm Alkohol gibt.

Er sagt, dass er es nicht genau weiß. In seinem Kopf sei noch verankert, dass er irgendetwas braucht, um abzuschalten.

Er ist 22, lebt zu Hause und sagt, dass er gerade nicht viel macht. Er nennt Langeweile und das Bedürfnis, auszuklinken.

Später sagt er klar, dass er ein Alkoholproblem hat.

Er möchte versuchen, unter der Woche weniger zu trinken und Alkohol auf das Wochenende zu beschränken. Manchmal trinkt er abends ein oder zwei Bier. Für ihn ist das ein Weg, aus dem Alltag auszusteigen.

Doch Alkohol erfüllt für ihn noch eine weitere Funktion.

Wenn Alkohol die Blicke der anderen erträglicher macht

Torsten erzählt, dass Alkohol ihm hilft, die Blicke draußen zu vergessen.

Wenn er unterwegs ist, erlebt er immer wieder, dass Menschen ihn anschauen, andere antippen oder Kommentare machen. Manchmal hört er Sätze, die ihn treffen. Zum Beispiel, dass jemand ihn hässlich nennt.

Diese Erlebnisse möchte er vergessen.

Alkohol hilft ihm in solchen Momenten, sich weniger ausgeliefert zu fühlen. Beim Feiern mit Freunden fühlt er sich freier. Die Blicke und Kommentare treten in den Hintergrund.

Torsten sagt, dass genau das eine der größten Herausforderungen für ihn ist: sich draußen zu zeigen, obwohl andere Menschen schauen, tuscheln oder urteilen.

Der Hoodie als Schutz

Torsten wünscht sich, ohne Angst rausgehen zu können.

Er sagt, er wünschte, er müsste keine Kapuze und keinen Hoodie tragen. Doch der Hoodie gibt ihm Sicherheit. Selbst bei großer Hitze geht er mit Pullover und Kapuze nach draußen.

Der Hoodie schützt ihn davor, sich komplett sichtbar zu fühlen. Er kann nicht verhindern, dass Menschen schauen. Aber er gibt Torsten das Gefühl, weniger angreifbar zu sein.

Er sagt, dass er natürlich merkt, wenn Menschen ihn ansehen. Aber mit Hoodie fühlt es sich etwas erträglicher an.

Wenn er mit Torina unterwegs ist, fühlt er sich etwas selbstbewusster. Weil sie zusammen gesehen werden. Weil sie zu zweit sind. Weil sie beide wissen, wie sich diese Blicke anfühlen.

Wenn Menschen fragen, statt zu urteilen

Torsten unterscheidet zwischen Menschen, die schauen, und Menschen, die ihn abwerten.

Er sagt klar, dass nicht alle, die gucken, schlechte Menschen sind.

Manche fragen einfach. Was ist passiert? Ist das eine Krankheit? Mit solchen Fragen kann Torsten eher umgehen. Er sagt, diese Menschen mag er sogar, weil sie direkt fragen.

Schlimm sind für ihn die Gruppen, in denen jemand eine andere Person antippt und sagt: Guck mal da.

Dann fühlt er sich wie ein Ausstellungsstück. Wie ein Tier. Wie ein Monster.

Diese Worte zeigen, wie verletzend nicht nur offene Beleidigungen sein können. Auch Blicke, Gesten und Tuscheln können einen Menschen treffen.

Warum Torsten sich trotzdem zeigt

Torsten sagt, dass er eigentlich nicht im öffentlichen Leben stehen möchte. Er möchte rausgehen können, ohne sich verstecken zu müssen. Aber er wollte sich nicht unbedingt öffentlich präsentieren.

Trotzdem sitzt er in dieser Folge vor dem Mikrofon.

Er hat Torinas Podcastauftritte gesehen und verfolgt sie auch auf Social Media. Er hat gemerkt, dass ihr öffentliches Auftreten ihr Selbstvertrauen gegeben hat. Deshalb wollte er es selbst versuchen.

Er sagt: Wenn es ihm in ein paar Jahren hilft, war es gut. Wenn nicht, hat er es wenigstens versucht.

Außerdem möchte er Torina etwas zurückgeben. Er möchte zeigen: Ich bin auch noch da. Ich bin da, wenn du mich brauchst.

Therapie, Misstrauen und der Wunsch, nicht alles wieder aufzureißen

Torsten erzählt, dass er als Jugendlicher psychologische Unterstützung hatte. Er erinnert sich aber kaum daran und sagt, dass es nicht seins war.

Heute ist er skeptisch gegenüber psychologischer oder therapeutischer Hilfe. Er sagt, dass ihm damals nicht geholfen wurde. Außerdem fällt es ihm schwer, fremden Menschen zu vertrauen.

Charlotte spricht mit ihm darüber, dass Therapie auch helfen kann, Erlebtes aufzuarbeiten und Schritt für Schritt zu lernen, sich zu öffnen.

Torsten sagt, dass es vielleicht einen Versuch wert wäre. Gleichzeitig möchte er nicht alles wieder aufreißen. Er hat über Jahre versucht, mit seiner Geschichte zu leben. Am liebsten würde er vieles vergessen.

Das zeigt, wie ambivalent Hilfe sein kann. Torsten weiß, dass Unterstützung sinnvoll sein kann. Aber er spürt auch die Angst davor, alte Themen wieder zu öffnen.

Zwischen Stillstand und neuer Motivation

Torsten spricht auch über seinen beruflichen Weg.

Nach seiner Rückkehr nach Hause besuchte er gemeinsam mit Torina ein Berufsförderungswerk. Dort hätte er ein Zertifikat bekommen können. Dann kam die Corona-Zeit. Unterricht zu Hause, Videocalls und Aufgabenberge überforderten ihn.

Am Ende wurde er kurz vor Schluss rausgeworfen, weil man bei ihm keine Motivation mehr sah.

Seitdem arbeitet er mit dem Arbeitsamt daran, wieder Motivation zu finden. Er sagt, dass sie aktuell da ist. Er hat einen neuen Termin und hofft auf einen nächsten Anlauf.

Früher wollte er Feuerwehrmann werden, um Menschen zu helfen und sie vielleicht vor dem zu retten, was ihm und Torina passiert ist. Später dachte er an Polizei, Kfz-Mechatronik und IT. Doch immer wieder gab es Gründe, warum diese Wege schwierig waren.

Heute lebt Torsten eher von Tag zu Tag. Aber er möchte weiterkommen.

Was Torsten jeden Tag motiviert

Charlotte fragt Torsten, was ihn jeden Tag aufstehen lässt.

Er sagt: seine Freunde, seine Familie und die Hoffnung, dass es irgendwann besser läuft.

Dieses Bessere beschreibt er nicht als großen Erfolg. Es geht um offene Kommunikation, eigene Räume, mehr Selbstständigkeit, etwas Geld, vielleicht Urlaub, raus aus dem Alltag.

Torsten denkt darüber nach, irgendwann auszuziehen. Er wünscht sich ein eigenes Leben, mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten.

Gleichzeitig sagt er, dass er sich schon ein Stück weit gefunden hat. Nicht vollständig. Aber mehr als früher.

Wenn Öffnen nur mit Alkohol gelingt

Torsten hat einen guten Freund, den er beim Zocken kennengelernt hat. Mit ihm kann er über alles reden.

Gleichzeitig wünscht er sich, auch mit seiner Familie offener sprechen zu können. Manchmal gelingt ihm das. Aber häufig nur unter Alkoholeinfluss.

Dann schickt er Torina Reels oder Texte, die ausdrücken, was er fühlt.

Charlotte fragt ihn, ob er das Gefühl hat, sich ohne Alkohol nicht öffnen zu können.

Torsten antwortet: Ja.

Er sagt, dass er immer versucht hat, sich allein durchzuboxen. Andere können Ratschläge geben. Aber am Ende müsse jeder Mensch mit seinen eigenen Dämonen klarkommen. Torsten hat versucht, diese Dämonen mit Drogen und Alkohol zu bekämpfen.

Was Torsten anderen Menschen mitgeben möchte

Am Ende der Folge spricht Torsten andere Menschen an.

Er hofft, dass Menschen draußen ihn gehört haben. Er sagt, sie sollen Mut fassen und sich einen Ruck geben. Auch wenn es nicht so läuft, wie es laufen soll.

Für Torsten zählt der Versuch.

Er sagt, dass Wille und Versuch das Wichtigste sind, um im Leben voranzukommen.

Und er sagt auch: Er versucht es gerade.

Was Torsten sich für seine Zukunft wünscht

Torstens Wunsch für seine Zukunft ist klar.

Er wünscht sich einen vernünftigen Job und eine Familie.

Er sagt sogar, eigentlich brauche er nicht mehr. Am liebsten nur Familie. Gleichzeitig weiß er, dass auch Geld verdient werden muss.

Dieser Wunsch passt zu seiner ganzen Geschichte. Denn Torsten hat früh nach Halt gesucht. Nach Zugehörigkeit. Nach Menschen, bei denen er bleiben darf.

Heute möchte er sich ein Leben aufbauen, das genau das enthält: Stabilität, Arbeit, Nähe und Familie.

Warum diese Folge so wichtig ist

Torstens Geschichte zeigt, dass ein überlebter Brand nicht mit dem Überleben endet.

Die Folgen begleiten ihn weiter. In seinem Körper. In seinem Selbstbild. In seinem Umgang mit anderen Menschen. In der Frage, ob er sich zeigen kann. In der Art, wie er mit Schmerz, Scham, Einsamkeit und Druck umgeht.

Seine Geschichte zeigt auch, wie stark fehlende Zugehörigkeit ein Leben prägen kann. Torsten suchte Bezugspersonen, fand falsche Freunde, geriet in Drogen, verlor den Anschluss in der Schule und kämpft heute darum, wieder Richtung zu finden.

Die Folge macht sichtbar, dass sichtbare Narben oft nur ein Teil der Geschichte sind.

Dahinter liegen Fragen nach Zuhause, Sicherheit, Selbstwert, Vertrauen und dem Wunsch, nicht mehr angestarrt zu werden.

Die Podcastfolge mit Torsten ansehen oder anhören

In der vollständigen Folge erzählt Torsten seine Geschichte ausführlich im Gespräch mit Charlotte und Sania. Es geht um den Wohnungsbrand, Jugendhilfe, Internat, WG, Drogen, Crystal Meth, kalten Entzug, Alkohol, sichtbare Narben, Scham, gesellschaftliche Blicke und seinen Wunsch nach einem eigenen Leben.

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https://youtu.be/xnYb4_vLYAM

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Fazit: Torstens Geschichte zeigt, wie schwer es ist, sich trotzdem zu zeigen

Torstens Geschichte bleibt im Kopf, weil sie nicht nur von einem Wohnungsbrand erzählt. Sie erzählt davon, was danach kommt.

Ein Kind überlebt. Wächst mit Narben auf. Kommt in Jugendhilfe. Sucht Halt. Gerät in Drogen. Kämpft mit Alkohol. Versteckt sich unter einem Hoodie. Und setzt sich trotzdem irgendwann vor ein Mikrofon.

Genau darin liegt die Kraft dieser Folge.

Torsten sagt nicht, dass alles gut ist. Er sagt nicht, dass er alles gelöst hat. Aber er versucht es.

Er möchte weiterkommen. Er möchte einen Job. Er möchte Familie. Er möchte irgendwann ohne Angst rausgehen können.

Und mit dieser Folge zeigt er: Ich bin auch noch da.