Alessandro: Meningokokken im Familienurlaub – als er beide Beine und vier Finger verlor

Meningokokken im Familienurlaub veränderten Alessandros Leben innerhalb weniger Stunden. Aus einem Urlaub in Apulien wurde ein medizinischer Notfall, aus Schüttelfrost und Fieber eine lebensbedrohliche Sepsis – und aus Alessandros altem Alltag ein neues Leben mit Amputation, Familie, Angst, Hoffnung und dem Willen, weiterzumachen.

In dieser Bonusfolge von Von Bohne zu Bohne erzählt Alessandro Luciano, wie er im August 2024 im Italienurlaub schwer erkrankte, wie seine Frau und sein Vater an seiner Seite blieben, wie der ADAC-Krankenrücktransport organisiert wurde und warum seine Frau und seine fünf Kinder für ihn der Grund waren, trotz allem weiterzuleben.

Hinweis: In diesem Artikel geht es um eine lebensbedrohliche Erkrankung im Ausland, Sepsis, Meningokokken, starke Schmerzen, schwarze Hautveränderungen, Amputation, Intensivstation, Krankenrücktransport, Behinderung, Todesangst, Familie und psychische Belastung. Bitte lies nur weiter, wenn du dich mit diesen Themen sicher fühlst.

Auf einen Blick

  • Worum geht es in der Folge? Alessandro erkrankte im Familienurlaub in Italien schwer an Meningokokken beziehungsweise Purpura fulminans und verlor beide Beine sowie vier Finger.
  • Was ist der zentrale Konflikt? Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einem normalen Urlaub ein Kampf um Leben, Transportfähigkeit, Amputation und ein neues Leben.
  • Warum ist die Geschichte relevant? Die Folge zeigt, wie wichtig schnelle Hilfe im Ausland, Familie, medizinische Koordination und psychische Unterstützung in Extremsituationen sein können.

Wer ist Alessandro?

Alessandro Luciano ist Ehemann und Vater von fünf Kindern.

Er lernte seine Frau 2004 kennen. Damals war er 14, sie 16. Aus dieser frühen Begegnung wurde eine lange Liebesgeschichte. Die beiden wuchsen miteinander auf, gingen viele Lebensphasen gemeinsam durch und gründeten eine große Familie.

Alessandro selbst war Einzelkind. Seine Frau kam aus einer Großfamilie. Erst durch sie lernte er dieses Gefühl kennen, viele Menschen um sich zu haben, gemeinsam zu leben und Familie als Fundament zu erleben.

Rückblickend sagt Alessandro, dass genau diese Familie nach seinem Schicksalsschlag sein wichtigster Halt wurde.

Der Familienurlaub in Apulien

Im August 2024 machte Alessandro mit seiner Familie Urlaub in Italien.

Die Familie reiste nach Apulien, in die Gegend um Gallipoli, Lecce und Salento. Alessandro kannte die Region aus seiner Kindheit. 2020 war die Familie schon einmal dort gewesen und hatte den Ort lieben gelernt.

Für Alessandro und seine Familie war Urlaub etwas Besonderes. Einmal im Jahr, meist in den Sommerferien, versuchten sie als Großfamilie gemeinsam wegzufahren.

Niemand ahnte, dass dieser Urlaub nach nur wenigen Tagen zu einem medizinischen Notfall werden würde.

Die ersten Symptome

Der Tag begann ganz normal.

Die Familie ging an den Strand. Das Wetter war schön, später zog ein Gewitter auf. Die Familie fuhr zurück ins Ferienhaus, Alessandro machte auf der Terrasse einen Mittagsschlaf.

Nach dem Aufwachen begann der Schüttelfrost.

Ihm war extrem kalt, obwohl es warm war. Zunächst dachte er an Sonnenstich, Sommergrippe oder eine normale Infektion. Er duschte lange warm, weil er fror. Erst am Abend wurde klarer, dass es ihm wirklich schlecht ging.

Seine Frau, die Krankenschwester ist, maß Fieber. Alessandro hatte über 39 Grad.

Fieber, Übelkeit und ein Abendessen, das nicht mehr ging

Am Abend wollte die Familie mit Alessandros Vater essen gehen.

Doch als sie an der Promenade ankamen, wurde Alessandro immer schwächer. Die Gerüche der Restaurants, die er sonst mochte, lösten Übelkeit aus.

Er sagte seiner Familie, sie solle hineingehen und essen. Er selbst blieb draußen.

Die Beschwerden fühlten sich zunächst noch wie eine schwere Grippe an: Gliederschmerzen, Fieber, Kälte, Hitze, Schlappheit und Übelkeit.

Doch in der Nacht kamen weitere Symptome hinzu.

Kribbeln in den Füßen

In der Nacht stand Alessandro auf, weil er zur Toilette musste.

Dabei merkte er, dass sich seine Füße seltsam anfühlten. Es war ein Kribbeln, ähnlich wie bei Gliederschmerzen während einer Grippe.

Er dachte sich noch nicht viel dabei.

Am nächsten Morgen ging es ihm jedoch nicht besser. Beim Kaffee merkte er, dass er nicht mehr richtig laufen konnte.

Die schwarzen Flecken

Dann entdeckte Alessandro einen schwarzen Fleck an seinem Körper.

Er beschreibt ihn wie einen Tintenfleck. Auch an den Knien und am kleinen Zeh sah man dunkle Verfärbungen beziehungsweise Streifen.

Alessandro wusste in diesem Moment nicht, dass solche Verfärbungen ein Zeichen dafür sein können, dass Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet wird.

Seine Frau erkannte durch ihre medizinische Erfahrung jedoch, dass etwas Ernstes passieren könnte. Die Familie überlegte, was zu tun sei. Alessandro suchte zunächst nach Ärzten in der Nähe, merkte aber schnell: Das reicht nicht.

Sie riefen die Ambulanz.

Der Weg ins Krankenhaus

Das Ferienhaus lag etwas abgelegen. Es dauerte ungefähr eine Stunde, bis die Ambulanz kam.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Alessandros Zustand immer schlechter. Die Sanitäter fragten, was er eingenommen habe. Er erzählte von Paracetamol. Zunächst stand offenbar auch eine allergische Reaktion im Raum.

Alessandro wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Schmerzen in den Füßen wurden immer stärker. Aus dem Kribbeln wurde ein Brennen. Er beschreibt es so, als würden seine Füße im Feuer stehen.

Später spürte er auch Kribbeln und Schmerzen in den Händen.

Das letzte Mal auf den eigenen Beinen

Im Krankenhaus lag Alessandro zunächst in einem Warteraum mit anderen Patienten.

Einmal musste er zur Toilette. Der Weg war nur wenige Meter lang, aber er schaffte ihn nur noch unter extremen Schmerzen, abgestützt an der Wand.

Das war das letzte Mal, dass Alessandro auf seinen eigenen Beinen stand.

Danach verschlechterte sich sein Zustand weiter. Er fühlte sich irgendwann wie in Trance. Die Schmerzen waren zu stark, das Warten zermürbte ihn, er hatte keine Informationen und fühlte sich ausgeliefert.

Die Diagnose: Meningokokken und Sepsis

Das Krankenhaus wartete auf Blutergebnisse, die nach Alessandros Erzählung nach Bari geschickt wurden.

Später kam die Diagnose: Meningokokken beziehungsweise Purpura fulminans Typ B, wie Alessandro es im Gespräch beschreibt.

Er wurde in ein größeres Krankenhaus nach Lecce gebracht. Die Fahrt im Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn blieb ihm in Erinnerung.

In Lecce kam er in einen Schockraum. Dort wurde schnell reagiert. Nach der Diagnose bekam er das passende Antibiotikum.

Alessandro sagt rückblickend, dass die Ärztinnen und Ärzte dort sein Leben gerettet haben. Die Erkrankung konnte gestoppt werden, bevor sie noch mehr Organe und Körperbereiche zerstörte.

Ein Kampf zwischen Leben und Tod

In der Nacht begann für Alessandro der Kampf um sein Leben.

Er bekam die Behandlung, war aber nicht mehr richtig bei Bewusstsein. Er erinnert sich an einen Albtraum, in dem er dachte, man wolle ihm Organe stehlen.

Am nächsten Morgen wachte er auf der Intensivstation auf. Er fühlte sich zunächst überraschend ruhig.

Dann kamen die Ärzte.

Sie sagten ihm, dass er ein neues Leben habe. Ein zweites Leben. Es werde anders sein, aber er werde leben. Er werde seine Kinder aufwachsen sehen und wieder mit seiner Familie zusammen sein können.

Alessandro konnte diesen Satz zunächst nicht einordnen. Er hatte noch nicht realisiert, wie schwarz seine Beine waren.

Warum die Ärzte nicht sofort alles sagten

Alessandro beschreibt, dass die Ärzte in Italien ihm nicht sofort die volle Wahrheit sagten.

Heute rechnet er ihnen das hoch an. Er glaubt, dass sie ihn psychologisch schützen wollten, damit er die Situation Schritt für Schritt verarbeiten konnte.

Mit seiner Frau und seinem Vater sprachen die Ärzte offener. Sie wussten früher, was möglicherweise auf Alessandro zukommen würde.

Gleichzeitig war noch nicht alles entschieden. Man wartete ab, ob sich Gewebe erholt, ob sich schwarze Bereiche zurückbilden und wie weit die Blutvergiftung gestoppt werden kann.

Quarantäne und Isolation

Alessandro lag zunächst in Quarantäne.

Die ersten zwei Tage durfte ihn niemand besuchen. Danach durften ihn Angehörige zweimal täglich für jeweils eine halbe Stunde sehen – mit Schutzkleidung, Maske und allem, was dazugehörte.

Für Alessandro wurden diese kurzen Besuche zum wichtigsten Punkt des Tages.

Besonders seine Frau war für ihn der zentrale Kontakt zur Außenwelt. Er wollte wissen, wie es den Kindern geht und was sie wissen.

Wie man Kindern so etwas erklärt

Alessandro und seine Frau mussten sehr vorsichtig sein, was sie den Kindern erzählten.

Die älteste Tochter war 14, das jüngste Kind sechs Jahre alt.

Die Kinder wussten, dass Papa im Krankenhaus ist. Aber die Familie wollte ihnen keine unnötige Angst machen und keine Bilder oder Informationen geben, die sie überfordern könnten.

Für Alessandro war das schwer. Er wollte bei ihnen sein, wusste aber gleichzeitig, dass sein Zustand extrem war.

Der ADAC-Krankenrücktransport

In Italien war früh klar: Das Ziel ist, Alessandro nach Deutschland zurückzubringen, sobald er stabil und transportfähig ist.

Alessandro sagt, dass er und seine Familie ADAC-Plus-Mitglieder waren. Seine Frau nahm früh Kontakt mit dem ADAC auf. Nach seiner Schilderung standen die ADAC-Ärzte mit den Ärztinnen und Ärzten vor Ort in Kontakt und bewerteten gemeinsam, wann ein Rücktransport möglich ist.

Hinweis zum ADAC: In der Folge wird erklärt, dass ein Krankenrücktransport aus dem Ausland nicht sofort passiert. Zunächst muss der Patient stabil und transportfähig sein. Außerdem muss der Transport medizinisch sinnvoll und vertretbar sein. Dafür werden medizinische Unterlagen geprüft, der Zustand bewertet und geklärt, welche Transportform möglich ist.

Wichtig ist außerdem: Eine ADAC-Plus-Mitgliedschaft kann den Krankenrücktransport abdecken. Krankenhauskosten im Ausland sind damit aber nicht automatisch abgesichert. Dafür braucht es eine Auslandskrankenversicherung. Vor einer Reise solltest du deshalb deinen Auslandskrankenschutz prüfen und dir die aktuellen Notfallkontakte abspeichern.

Der Flug zurück nach Deutschland

Die Erkrankung brach am 27. August 2024 aus. Am 4. September konnte Alessandro nach Deutschland geflogen werden.

Seine Kinder waren bereits einige Tage vorher zurück nach Stuttgart geflogen. Seine Frau flog am Morgen zurück. Alessandro wurde später mit einem Krankenrücktransportflugzeug des ADAC zurückgebracht.

An Bord waren medizinische Fachkräfte, darunter eine Ärztin und ein Krankenpfleger. Alessandro wurde während des Fluges versorgt.

Er beschreibt den Flug als eine Erfahrung, die interessant war – aber die man in diesem Zustand nicht erleben möchte.

Zurück in der Nähe von Stuttgart

Alessandro landete in Stuttgart.

Ursprünglich war offenbar ein großes Krankenhaus in Stuttgart im Gespräch. Schließlich wurde er in ein Krankenhaus in der Nähe aufgenommen, etwa 15 Kilometer entfernt.

Für Alessandro war vor allem wichtig: Er war wieder in der Nähe seiner Familie. Seine Frau konnte ihn sehen. Er war nicht mehr weit weg in Italien.

Trotzdem war die Situation weiterhin schwer. Auch in Deutschland erlebte er, dass Ärztinnen und Ärzte erschüttert waren, wenn sie seinen Zustand sahen.

Das Wort Amputation

In Deutschland wurde das Thema Amputation zum ersten Mal deutlicher ausgesprochen.

Alessandro nahm es zunächst mit einer gewissen Distanz auf. Er ließ es nicht ganz an sich heran. In ihm war noch der Wunsch, einfach wieder fit zu werden.

Gleichzeitig wurde plötzlich über Dinge gesprochen, die sein gesamtes Leben betreffen würden: Pflegefall, Wohnung, mögliche Barrieren, Alltag ohne Beine, Alltag mit Einschränkungen.

Alessandro reagierte nach außen zunächst positiv. Schritt für Schritt, sagte er. Irgendwie werde es eine Lösung geben.

Doch innerlich war die Angst groß.

„Lieber sterben als behindert sein“

Alessandro erzählt, dass er seiner Frau einmal sagte, er wolle lieber sterben als behindert sein.

Heute ordnet er diesen Satz anders ein. Damals war er noch in seinem alten Leben. Er konnte sich nicht vorstellen, wie ein Leben nach Amputation aussehen kann.

Er sagt, dass Menschen vor einer Amputation oft ins kalte Wasser geworfen werden. Man hört: Das Leben wird anders. Aber man kann noch nicht begreifen, dass es trotzdem lebenswert sein kann.

Diese Erkenntnis kam bei Alessandro nicht sofort. Sie kam durch seine Familie.

Jeder kleine Fortschritt zählte

Bevor endgültige Entscheidungen getroffen wurden, bekam Alessandro Medikamente, die helfen sollten, Blutgefäße beziehungsweise betroffene Bereiche zu unterstützen.

Er erzählt, dass sich dadurch kleine Stellen erholten. Besonders an den Fingern gab es Hoffnung. Sein linker Zeigefinger, der zunächst schlecht aussah, konnte sich etwas erholen.

Auch an den Beinen wurden einzelne Stellen heller.

Es war kein großer Umschwung. Aber in dieser Situation zählte jeder kleine positive Schritt.

Der erste Besuch seiner Kinder

Der stärkste Moment in dieser Phase war für Alessandro der erste Besuch seiner Kinder.

Er war extrem aufgeregt. Er konnte nicht aufstehen und nicht einmal richtig sitzen. Trotzdem hatte er einen Wunsch: Seine Kinder sollten ihn nicht liegend im Bett sehen.

Ein Pfleger half mit. Alessandro wurde in einen Rollstuhl gesetzt. Seine Beine wurden abgedeckt.

Er wollte nicht, dass seine Kinder ihn sofort so sehen, wie er sich selbst in diesem Moment wahrnahm: wie ein Zombie.

Dann kamen seine Kinder.

Ein Eis im Krankenhausgarten

Das Wiedersehen mit seinen Kindern war für Alessandro unbeschreiblich.

An diesem Tag war schönes Wetter. Die Familie ging gemeinsam in den Krankenhausgarten und aß ein Eis.

Für Alessandro war es das erste Mal seit der Erkrankung, wieder draußen zu sein.

Die Kinder sahen seine rechte Hand und die schwarzen Finger. Die Beine sahen sie nicht. Natürlich fragten sie, was mit der Hand los sei. Alessandro weiß nicht mehr genau, was er antwortete – vermutlich etwas in Richtung: Es wird schon wieder alles gut.

Er wollte ihnen nicht das Herz brechen.

Die Angst, von den Kindern abgelehnt zu werden

Alessandro hatte große Angst davor, ob seine Kinder ihn akzeptieren würden.

Andere Menschen waren ihm in diesem Moment weniger wichtig. Aber die Reaktion seiner Kinder bedeutete alles.

Er hatte Angst, dass sie sich abwenden, erschrecken oder ihn abstoßend finden könnten.

Doch seine Kinder akzeptierten ihn so, wie er war.

Genau das gab ihm neue Motivation.

Das Motivationsvideo seiner Familie

Schon in Italien hatten seine Frau und seine Kinder ein Motivationsvideo für ihn aufgenommen.

Dieses Video und das Wiedersehen mit den Kindern holten Alessandro zurück zu den Tatsachen: Er hatte einen Grund weiterzuleben.

Er nahm den Satz zurück, dass er lieber tot als behindert wäre.

Seine Frau und seine Kinder waren für ihn alles. Sie waren der Grund, weiterzukämpfen.

Wenn die eigene Frau zur Pflegerin wird

Alessandro beschreibt, dass seine Frau im Krankenhaus viel Pflege übernahm.

Sie ist Krankenschwester und durfte vieles machen, was für ihn sehr wichtig war: ihn waschen, Bettwäsche wechseln, sich kümmern.

Für Alessandro war es leichter, wenn seine Frau diese Dinge tat, als wenn fremde Menschen es machten. Gleichzeitig war es emotional schwer, sich von der eigenen Frau in dieser Form pflegen zu lassen.

Es bedeutete, Hemmschwellen fallen zu lassen und eine ganz neue Verletzlichkeit zuzulassen.

Ein zweites Leben

Der Satz der italienischen Ärzte blieb: Alessandro habe jetzt ein zweites Leben.

Dieses zweite Leben war nicht das alte Leben. Es bedeutete Verlust, Amputation, Schmerzen, Abhängigkeit, Angst, Pflege, Ungewissheit und eine völlig neue Realität.

Aber es bedeutete auch: Er lebt.

Er kann seine Kinder sehen. Er kann bei seiner Frau sein. Er kann Teil seiner Familie bleiben.

Warum diese Folge so wichtig ist

Die Bonusfolge mit Alessandro ist wichtig, weil sie zeigt, wie schnell ein Leben kippen kann.

Ein Familienurlaub. Ein Mittagsschlaf. Schüttelfrost. Fieber. Schwarze Flecken. Schmerzen. Krankenhaus. Intensivstation. Quarantäne. Rücktransport. Amputation.

Zwischen diesen Stationen lagen nur Tage und Wochen.

Die Folge zeigt auch, wie viel im Hintergrund passieren muss, wenn ein medizinischer Notfall im Ausland eintritt: Angehörige müssen kommunizieren, Ärzte müssen sich abstimmen, Transportfähigkeit muss geprüft werden, Kinder müssen aufgefangen werden und Versicherungsfragen werden plötzlich existenziell.

Vor allem zeigt Alessandros Geschichte, dass ein Körper sich radikal verändern kann, ohne dass das Leben endet.

Die Podcastfolge mit Alessandro ansehen oder anhören

Die vollständige Bonusfolge von Von Bohne zu Bohne mit Alessandro kannst du hier ansehen oder anhören:

Fazit: Alessandros Geschichte zeigt, wie zerbrechlich und stark Leben zugleich sein kann

Alessandro fuhr mit seiner Familie in den Urlaub und kam mit einem völlig neuen Leben zurück.

Eine lebensbedrohliche Meningokokken-Erkrankung führte zu einer schweren Sepsis. Ärzte in Italien stoppten die Erkrankung, der ADAC-Krankenrücktransport brachte ihn zurück nach Deutschland, und die späteren Folgen veränderten seinen Körper für immer: Alessandro verlor beide Beine und vier Finger.

Doch seine Geschichte ist nicht nur eine Geschichte über Verlust. Sie ist auch eine Geschichte über Familie, Liebe, Zusammenhalt und den Moment, in dem Kinder ihren Vater einfach weiter als ihren Vater sehen.

Diese Bonusfolge von Von Bohne zu Bohne ist ein eindringliches Gespräch über Krankheit im Ausland, medizinische Notfälle, Krankenrücktransport, Amputation, Angst, Behinderung und die Kraft, die entstehen kann, wenn ein Mensch weiß, für wen er weiterkämpft.